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World Smile Day - Was steckt hinter dem Tag des Lächelns?

Am ersten Freitag im Oktober feiert die Welt den Tag des Lächelns. Aber warum? Und was hat es mit diesem gelben Grinsegesicht auf sich, das man dafür immer wieder bemüht? Wir haben uns für euch auf Spurensuche begeben.
Es ist ein Film für die Ewigkeit: Wer “Forrest Gump” gesehen hat, der vergisst ihn nicht mehr. Tom Hanks als liebenswerter Einfaltspinsel, der auf dem Weg zum Glück durch viele kleine Zufälle an vielen wichtigen historischen Ereignissen beteiligt ist. So auch an der Erfindung des Smileys: Während eines Marathonlaufes drückt er sein schlammbesudeltes Gesicht in das gelbe T-Shirt eines Fans – und hinterlässt den allseits bekannten Abdruck.


GEGEN DEN FRUST


Schöne Idee, aber in Wirklichkeit war es natürlich anders. Der Kriegsveteran und Werbefachmann Harvey Ball wurde 1963 von einem Versicherungsunternehmen beauftragt, einen Anstecker für die Mitarbeiter zu entwerfen. Die waren nämlich frustriert, weil ihre Firma von einem Konkurrenten übernommen worden war, und man sich jetzt zweitrangig fühlte. Der Plan der Bosse war simpel: Die frustrierten Angestellten sollten einen Button mit einem lustigen Motiv geschenkt bekommen, damit sich ihre Einstellung wieder zum Besseren verändert.
In Zeiten von Change- und Merger-Management klingt diese Idee seltsam, fast sogar ein bisschen naiv. Umso überraschender ist das Ergebnis: Es funktionierte. Die Buttons mit dem Smiley kamen bei den Mitarbeitern extrem gut an, und die Stimmung verbesserte sich radikal. Das gelbe Gesicht machte rasant Karriere und schmückte bald T-Shirts, Kaffeetassen und Plakate.


DER KÜRZESTE WEG


Was genau damals in den Köpfen der Versicherungsmitarbeiter abgelaufen ist, hat niemand so richtig untersucht. Wer sich aber mit den neurobiologischen Hintergründen des Lächelns beschäftigt, den wundert diese Geschichte nicht. Denn Lächeln, auch in symbolischer Form, ist die wohl einfachste Art, Fröhlichkeit auszudrücken und auch hervorzurufen.
Die soziale Wirkung dieser Geste ist enorm. Nicht umsonst sagt der Volksmund, der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen sei ein Lächeln. Und das ist hochgradig ansteckend: Unser Gehirn spiegelt positive Emotionen besonders stark zurück, das haben zahlreiche Studien immer wieder gezeigt. Und das gilt nicht nur für den optischen Reiz, sondern auch für alles, was wir mit damit verbinden. Es hat nämlich einen Grund, weshalb in Sitcoms jahrelang künstliche Lachsalven eingespielt wurden. Auch dieses rein auditive Lachen steckt an.
Und wir lassen uns gerne darauf ein: Humor aktiviert den sogenannten nucleus accumbens; dieser Teil des Gehirns kontrolliert unter anderem die Ausschüttung von Dopamin und sorgt für ein beinahe euphorisches Gefühl. Fast wie bei einer Droge.


EIN LANGES LEBEN


Im Gegensatz dazu ist ein natürliches Lächeln aber rundum gesund, und verlängert sogar das Leben. Das hat eine Studie der Universität von Kalifornien gezeigt. Forscher haben dazu Fotos in einem College-Jahrbuch untersucht, die in den Jahren 1958 bis 1960 aufgenommen worden waren. Die Hälfte der dort abgebildeten Frauen lächelte besonders strahlend – also intensiver und herzlicher, als das übliche Foto-Lächeln. Ein Blick auf die jeweiligen Lebensumstände 30 Jahre später konnte zeigen: Die Gruppe der strahlend Lächelnden war überwiegend glücklich verheiratet und erzielte Höchstwerte in Sachen physischer und psychischer Gesundheit.

ONE SMILE AT A DAY

Zurück zu Harvey Ball: Der war natürlich sehr zufrieden mit dem Erfolg seiner Erfindung, auch mit der rasanten Karriere des Smiley. Er verdiente allerdings nicht einen Cent daran, und das wollte er auch nicht. Bell weigerte sich, ein Copyright anmelden, denn warum sollte man mit einem Lächeln Geld verdienen wollen?
Franklin Loufrani sah das anders. Der französische Unternehmensberater arbeitete in den 70ern für eine Tageszeitung und suchte ein Symbol, mit dem das Blatt bestimmte Nachrichten als positiv markieren konnte. Er entdeckte den Smiley, ließ ihn 1972 patentieren und scheffelte mit Lizenzen und Merchandise mehrere Millionen.
Harvey Ball fand das zynisch. Als Kriegsüberlebender war er der Meinung, dass die Welt ein bisschen mehr Fröhlichkeit verdient hatte – ohne dafür bezahlen zu müssen. Deshalb rief er 1999, wenige Jahre vor seinem Tod, den World Smile Day ins Leben; und zwar unter dem schönen Motto: „Improving this world, one smile at a time“.
Das würde dann wahrscheinlich auch Forrest Gump unterschreiben. Denn, das hat ja auch die Wissenschaft gezeigt: Mit einem Lächeln auf den Lippen ist das Leben tatsächlich wie eine Schachtel Pralinen – bis unter den Rand mit kleinen Süßigkeiten gefüllt.

KURZ & KNAPP

- Im Jahr 1963 erfand Harvey Ball den Smiley, als Versöhnungsgeschenk für die frustrierten Mitarbeiter eines Versicherungsunternehmens
- Lächeln ist eine soziale Geste mit enormer Wirkung und vielen positiven Einflüssen auf Geist und Körper
- Der World Smile Day wurde 1999 ins Leben gerufen; allein deshalb, um die Welt ein Stückchen besser zu machen.

 

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