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Was ist eigentlich Yoga

Alle reden von Yoga, und doch ist es für viele Leute wenig mehr, als esoterische Gymnastik. Aber nichts könnte falscher sein: Nicht umsonst wird Yoga von immer mehr Krankenkassen empfohlen, und die UNESCO hat diese altindische Lehre sogar als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt.

Und trotzdem ist es ein bisschen ironisch: Übersetzt heißt das altindische Sanskrit-Wort „Yoga“ so viel wie „Joch“ – also das Ding, was Pferde um den Hals gelegt bekommen, wenn sie einen Karren ziehen. Dabei wird Yoga von Leuten praktiziert, die sich von so einem Joch befreien wollen: Das Joch der harten Arbeit und der Stress, der uns deshalb oft zentnerschwer auf den Schultern liegt. Achtung Spoiler: Der Widerspruch macht Sinn, es funktioniert natürlich trotzdem.

SEHR VIEL MEHR MEHR ALS GYMNASTIK

Ursprünglich stammt Yoga aus dem indischen Kulturkreis und war sehr viel mehr als Gymnastik: Ein spiritueller Weg auf der Suche nach Erleuchtung, eine ganzheitliche Lebensweise, die körperliche, emotionale und mentale Ausgeglichenheit durch Atmung und Achtsamkeit anstrebt. Die Wurzeln dieser Philosophie liegen – unschwer erkennbar – im Hinduismus und Buddhismus, mittlerweile wurde die Lehre aber an unsere westliche Gesellschaft angepasst. Sie reduziert sich heute vor allem auf die körperlichen Übungen, also das Dehnen und Atmen. Die Spiritualität dahinter existiert meist nur noch als leichte Esoterik, die mit der echten Lehre nur noch wenig gemein hat.

DIE ANTWORT AUF DIE LEISTUNGSGESELLSCHAFT

Trotzdem (oder deshalb?) scheint Yoga heute die ultimative Antwort auf die bohrende Frage unserer Leistungsgesellschaft zu sein: Wie bleibe ich in den Mühlen des Alltags eigentlich ein gesunder Mensch? Das haben mittlerweile auch viele Ärzte und Krankenkassen erkannt und empfehlen Yoga bei Durchblutungsstörungen, Schlafstörungen, Nervenleiden, Rückenschmerzen oder chronischen Kopfschmerzen.

Durch die einzelnen Übungen werden Muskeln aufgebaut und gedehnt, ihre Flexibilität steigt, außerdem wächst der Gleichgewichtssinn und man entwickelt Ausdauer und neue Lebensfreude. Die Aktivierung von Muskeln, Sehnen, Bändern, Blut- und Lymphgefäßen aktiviert die Durchblutung und wirkt sich positiv auf die Arbeit aller Organe aus. Insbesondere das sogenannte Rückenyoga erfreut sich großer Beliebtheit, vor allem im Büro. Aber auch sonst wird die beruhigende, ausgleichende Wirkung von Yoga-Übungen geschätzt: Als kurzer Ausstieg aus dem Hamsterrad.

EINE FRAGE DES STILS

Yoga in seiner westlichen Form hat sich aus dem jüngsten von ursprünglich fünf verschiedenen Wegen entwickelt: dem sogenannten Hatha Yoga, das seine Lehre auf Kraft und Impulse gründet. Es besteht dementsprechend aus der Kombination von Asanas (Körperhaltungen) Pranayamas (Atemübungen) und Mantras, also der Worte, die bei der Meditation gesprochen werden. Diese Aspekte werden unterschiedlich gewichtet und kombiniert und ergeben verschiedene Yoga-Stile, die oft klangvolle Namen tragen. Wir haben fünf davon für euch zusammengefasst:

1. Hatha Yoga

Schon der Name zeigt: Hatha Yoga ist im Grunde die Urform des modernen Yoga, aus der sich fast alle anderen Stile, Traditionen und Schulen entwickelt haben. Im Grunde geht es um eine breite Sammlung von sanften und kraftvollen Techniken, einfache Körper-Wahrnehmungsübungen, aber auch hochkomplexe Körperhaltungen, Atemübungen oder Konzentrationen.

2. Kundalini Yoga

Dieser Stil ist eine Kombination aus dynamischen Körperübungen, bewusster Atmung, geistiger Ausrichtung und Mantra-Meditation. Kundalini-Yoga ist oft sehr dynamisch und setzt ganz bewusst auf Innerlichkeit und Hingabe an den Guru, also den Yoga-Lehrer. Ein äußerst fordernder und sehr spiritueller Übungsstil.

3. Ashtanga Yoga

Eine sehr kraftvolle, dynamische Richtung, die in Fitness-Studios auch als “Power Yoga” angeboten wird. Die Übungen sind ein bisschen wie Zirkeltraining: Eine festgelegte Reihenfolge, deren Fluss mit gleichmäßigem Atmen unterstützt wird. Dadurch werden nacheinander alle Körperteile aktiviert und ausreichend gedehnt. Gut zum Abschalten, und ziemlich schweißtreibend.

4. Iyengar Yoga

Bei diesem Stil werden die Übungen sehr präzise ausgeführt, unterstützt durch äußerst genaue Anleitungen und Hilfestellungen. Teilweise wird mit Hilfsmitteln wie Holzblöcken, Decken und Gurten gearbeitet, um die Ausführung komplexer Asanas auch für Anfänger möglich zu machen. Im Vordergrund steht die exakte Ausführung, spirituelle Ansätze spielen eher eine untergeordnete Rolle.

5. Jivamukti Yoga

Ein kraftvoller, dynamischer und schweißtreibender Stil, bei dem die Asanas fließend ausgeführt und von Musik begleitet werden. Oft korrigiert der Lehrer die Schüler mit ganzem Körpereinsatz – also nichts für Kontaktscheue. Während der Übungen wird aus altindischen Schriften zitiert und über Philosophie gesprochen. Auch Mantras und Meditation gehören zur Übungspraxis, zusätzlich wird Wert auf einen gewaltfreien und veganen Lebensstil gelegt.

Darüber hinaus gibt es natürlich noch viele andere Varianten und Stile. Aber ganz egal, wofür du dich entscheidest: Yoga ist immer absolute Wellness fürs Körpergefühl. Und tatsächlich liegt das am Joch, das dieser Lehre seinen Namen gibt: In der hinduistischen Philosophie wird das Individuum nämlich als ein Reisender verstanden, der – bildlich gesprochen – im Wagen seines materiellen Körpers unterwegs ist. In diesem Bild ist der Verstand der Kutscher, seine Pferde die Sinnesorgane, der Fahrgast die Seele, und das Geschirr eben das, was im Indischen „Yoga“ heißt: Das Joch, also das verbindende Element, mit dem Körper, Sinne, Seele und Verstand zusammengebracht und auf Kurs gehalten werden. Wir finden: Damit kann man arbeiten.

Kurz & Knapp

  • Yoga ist eine altindische Philosophie, die uns auch heute im Westen helfen kann, Stress abzubauen.
  • Durch bestimmte Atmungs- und Dehnungsübungen soll eine körperliche, emotionale und mentale Ausgeglichenheit erreicht werden.
  • Verschiedene Stile bieten unterschiedliche Wege zum Ziel, und können auf die eigenen Bedürfnissen angepasst werden.
Tags: Yoga
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