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Warum der Herbst uns glücklich macht

Klar, der Sommer ist schon was Feines. Hitze, Eis und Sonnenschein treiben die Endorphine aus ihren Löchern. Aber auch der Herbst macht uns glücklich, sogar sehr. Und das, obwohl man eigentlich auf andere Gedanken kommen könnte: Blätter fallen von den Bäumen, es wird kälter und die ersten nassgrauen Tage stellen sich ein. Und trotzdem freuen wir uns auf die dritte Jahreszeit. Warum nur?

Da sind zunächst mal die Farben. Wenn das Wetter trocken bleibt, der Himmel in stählernem Blau erstrahlt und die Laub- und Mischwälder in Orange und Rot getaucht werden, entfaltet der Herbst seine ganz besondere Pracht. In bestimmten Teilen des nordamerikanischen Kontinents wird diese Witterung deshalb auch „Indian Summer“ genannt; Touristen aus aller Welt strömen dann in die Wälder Kanadas, um die sozialen Medien mit bunten Bildern zu fluten. Aber auch heimische Gefilde haben bei so einem Wetter einiges zu bieten, Wanderungen oder Kurzausflüge habe auch bei uns Hochkonjunktur.

 

BUNTE BLÄTTER, BUNTE MODE

Dazu kommt die Mode: Endlich können wir wieder Mäntel tragen, die kuscheligen Wollpullover aus dem Schrank holen oder mit Hut, Mütze oder Schal schicke Accessoires für kühlere Tage entstauben. Herbstmode ist häufig auch bunter als ihr sommerliches Pendant: Die Farben sind kräftiger, satter und vielfältiger, und damit oft lebensfroher als andere jahreszeitliche Paletten.

EIN FEST FÜR DIE SYNAPSEN

Dass wir die neuen Farben und Moden als positiven Kontrast wahrnehmen, ist aber nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern hat vor allem neurobiologische Gründe. Derartige Veränderungen aktivieren bestimmte Areale in unserm Gehirn, und beeinflussen unsere Gefühlslage damit auf eine sehr grundlegende Art und Weise.

Zunächst einmal im Angstzentrum, der Amygdala. Das führt normalerweise zu Stress und Furcht und negativen Emotionen. Wenn die Veränderung aber vorhersehbar ist, reagiert dazu der präfrontale Cortex; dieser Teil des Gehirns ist vor allem bei Planungstätigkeiten oder Lösung von Problemen aktiv. Wir fühlen uns also nicht gestresst, sondern angenehm aufgeregt und voller Tatendrang.

 

KASTANIEN UND NEUROTRANSMITTER

Genau das passiert im Herbst: Wir nehmen zwar deutlich die Veränderungen um uns herum wahr, können aber aus unserer Erfahrung sehr klar einschätzen, was auf uns zukommt. Und das macht uns glücklich: Das Gehirn ruft all die schönen Erlebnisse der vergangenen Herbstmonate ab und projiziert sie auf die kommende Zeit. Wir freuen uns auf Kastaniensammeln, Kürbissuppe, Halloweenpartys, Spaziergänge in der Abendsonne und viele andere schöne Dinge – auch wenn wir sie gar nicht konkret planen. Allein die Vorstellung, dass wir es könnten, sorgt für genug positive Gefühle. Auslöser dafür sind drei Neurotransmitter, die uns in beste Stimmung versetzen: Dopamin sorgt für die Freude, Serotonin für die Zufriedenheit und Noradrenalin für unsere Bereitschaft.

 

HYGGE UND MELANCHOLIE

Zu dieser positiven Grundstimmung kommt ein anderes, sehr mächtiges Gefühl: Wenn wir uns mit der Wolldecke das erste Mal wieder auf die Couch kuscheln, bei dampfendem Tee eine Serie schauen oder ganz hyggelig vor dem Kamin sitzen und ein gutes Buch verschlingen – nach wenig verlangt der Mensch mehr, als nach dem Gefühl von Geborgenheit. Verbindet sich diese Stimmung noch mit Vorfreude auf liebgewonnene Rituale und der sanften Melancholie eines grauen Regentags, dann erleben wir im Herbst das ganze Spektrum der menschlichen Emotionen. Und nichts macht glücklicher, als das Gefühl, ein ganzer Mensch zu sein.

 

KURZ & KNAPP

  • Satte Naturfarben, schöne Rituale: Wir kennen und lieben den Herbst
  • Das Hirn schaltet deshalb auf Vorfreude und versetzt uns in positive Grundstimmung
  • In Kombination mit dem Gefühl der Geborgenheit und der Melancholie eines Regentags erleben wir den Herbst als emotional besonders intensiv.
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