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Valentinstag – Sinnloser Hype oder echte Tradition?

Rund eine Milliarde Briefe, etwa 110 Millionen Rosen und weltweit ungefähr 220.000 Heiratsanträge: Am 14. Februar steht die Welt im Zeichen der Liebe. Aber Hand auf’s Schokoladenherz: Ist der Valentinstag wirklich ein Datum für Verliebte, oder doch nur eine Verkaufsmasche? Sieben Quickcapper haben uns erzählt, was sie davon halten.

 

Die Sache mit dem Feiertag

 

„War das nicht eine Erfindung der Blumenhändler?“

(Mia, 21)

 

Tatsächlich steht der Valentinstag schon seit mehr als 1.500 Jahren im Kalender. Ursprünglich ging es dabei aber nicht um die Liebe Hals über Kopf, sondern eher um einen Hals ohne Kopf – und zwar um den des Märtyrers Valentinus, der wegen seiner frommen Taten enthauptet wurde.

 

Wer genau dieser Valentinus war, darüber streiten die Gelehrten. Bester Kandidat ist der Bischof Valentin von Terni, der im 3. Jahrhundert zwar nicht sein Herz, aber eben leider seinen Kopf an den römischen Kaiser Aurelian verlor. Einer Sage nach soll er Verliebten Blumen geschenkt und besonders glückliche Ehen geschlossen haben. In dieser Tradition wurde dann im christlichen Mittelalter aus seinem Gedenktag ein sogenannter „Lostag“: Alles was sich an diesem Tag ereignete, hatte angeblich besondere Auswirkungen auf die Zukunft.

 

Dass man dabei irgendwann nur noch an die Zukunft von Liebespaaren dachte, hat mit dem ritterlichen Minnesang zu tun. Vor allem mit einem echten Rockstar seiner Zunft: Der Dichter Geoffrey Chaucer zog im 15. Jahrhundert durch die Länder und Betten des britischen Adels und romantisierte den Valentinstag in seinen Gedichten. Wohl auch deshalb wurde es in der Folgezeit in England populär, dass Valentinspaare sich kleine Geschenke machten. Im 19. Jahrhundert kamen die kommerziellen Grußkarten dazu, und fertig ist der heutige Brauch.

 

„Wir stehen auf die USA. Unser Valentinstag ist wie drüben, quietschrot und kitschig. Rosenstrauß, Pralinenschachtel, Kerzenlicht. Das volle Programm.“

(Sandra, 25)

 

Richtig erkannt: Für den deutschen Valentinstag ist nicht Großbritannien das Vorbild, sondern die USA. Englische Auswanderer nahmen die Tradition mit in die Neue Welt, wo sich der kleine Brauch zu einer Riesensache entwickelte. Amerikanische G.I.s trugen sie dann in bundesdeutsche Gefilde, und im Wirtschaftswunder der 50er und 60er Jahre entwickelte sich die Tradition zu einem Dekorationstrend der großen Kaufhäuser. Und da haben wir sie dann doch, die Marketing-Masche der Blumenhändler. 

 

Die Sache mit den Geschenken

 

Die Zeiten allerdings, in denen uns nur die Floristen, Juweliere und Süßwaren-Verkäufer an den Valentinstag erinnern, sind lange vorbei. Heute macht der komplette Einzel- und Onlinehandel mit, selbst Fastfood-Ketten und Supermärkte sind an Bord. Überall gibt es Deals und Bundles für Verliebte, sogar Pärchen-Aktionen in der Paintball-Arena.

 

„Eine kleine Sache reicht. Muss nicht viel sein oder teuer. Kommt auf die Geste an.“

(Florian, 28)

 

Wie Florian sehen es heute die meisten Leute. Aufrichtige Zuneigung und die richtige Geste, das ist mehr wert als ein teures Geschenk. Der Einzelhandel sieht das naturgemäß anders, es gibt in nahezu jedem Geschäft ein großes Sortiment an herzigen Gegenständen, passend verziert mit allen Initial-Kombinationen des Alphabets.

 

„Ausflüge. Nur ich und mein Mann. Das Ziel suchen wir uns jedes Mal gemeinsam aus.“

(Katja, 31)

 

Quality-Time mit dem Partner, das steht bei vielen Paaren ganz oben auf der Wunschliste. Egal ob frisch verliebt oder seit Jahren zusammen – es geht um die Zweisamkeit, vor allem auf Tagestrips und bei Kurzausflügen. Der kürzeste und häufigste Trip ist natürlich ein romantisches Dinner, als Flucht aus dem Alltag.

 

Die Sache mit der Zweisamkeit

 

„Keine Frau beschwert sich über Pralinen. Aber ein langer Kuss im richtigen Moment, das reicht mir schon.“

(Alina, 24)

 

Der richtige Moment, die richtige Geste – es braucht nicht viel, um aus diesem Tag etwas Besonderes zu machen. Dass der Valentinstag in seiner heutigen Dimension für Deutschland eine relativ neue Sache ist, kommt diesem Umstand zugute: Es gibt keine festen Rituale wie in den USA, und deshalb auch weniger sozialen Druck.

 

„Bei uns macht das meine Freundin. Sie stellt mir einfach eine Box mit Pralinen hin, eine für jedes Jahr unserer Beziehung.“

(Julian, 27)

 

Auch das hat sich mit der Zeit geändert: Wer wem eine Freude macht, das entscheidet jedes Paar selbst. In Japan ist es sogar gute Tradition, dass die Frau den Mann beschenkt – mit Schokolade. Mit diesem Brauch könnten sich vermutlich auch viele deutsche Männer anfreunden. Es wäre ein weiterer Beweis, dass Liebe auch ferne Grenzen überwindet – nicht nur am Valentinstag.